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Hier können Sie die Abstracts zu folgenden Artikeln lesen und Arbeiten teilweise als pdf-files (Adobe Acrobat) herunterladen:

Eberhart LHJ, Kranke P, Bündgen W, Simon M, Geldner G, Wulf H, Celik I. Entwicklung und Evaluation eines neuen Instruments zur Patientenbeurteilung in der perioperativen Phase (PPP-Fragebogen). Anästh Intensivmed 2004; 45:436-445.
Download des gesamten Artikels (mit freundlicher Genehmigung durch den Diomed-Verlag)

Einleitung: Die vorliegende Arbeit stellt die Entwicklung und die parallele Evaluation eines Fragebogens vor, mit dem Patienten die Qualität der perioperativen Phase beurteilen können. Ziel war es, mit einer transparenten und objektiven Methodik ein einfaches, patientenorientiertes und fächerübergreifendes Befragungsinstrument zu entwerfen, mit dem die Qualität der gesamten perioperativen Phase evaluiert werden kann.

Methodik: Insgesamt 397 Patienten, 64 Angehörige und 123 Vertreter verschiedener medizinischer Berufsgruppen beteiligten sich an der Erstellung und Evaluation des Fragebogens. In insgesamt sieben Hauptarbeitsschritten wurde in einem dynamischen und von fortwährenden Evaluationen begleiteten Prozess eine Itemliste mit anfangs 198 Punkten sukzessive zu 33 Fragen kondensiert, in denen die relevantesten Aspekte der perioperativen Phase aus Sicht der Patienten aber auch der ihn begleitenden Menschen (Pflegepersonal, Ärzte,Angehörige) enthalten sind.

Ergebnisse: Vorgestellt wird die finale Version des Fragebogens mit 33 Fragen, die auf einer 4-stufigen Likert-Skala beantwortet werden können. Erste Ergebnisse von 126 Patienten zeigen, dass der Fragebogen eine gute Patientenakzeptanz besitzt. Mehr als 90% aller Patienten können den Bogen ohne fremde Hilfe in weniger als 10 Minuten ausfüllen. Ein Crohnbach´s a von 0,79 zeigt eine gute interne Testreliabilität an.

Schlussfolgerung: Der vorliegende PPP-Fragebogen unterscheidet sich von den bislang eingesetzten Instrumenten vor allem durch die Objektivität bei der Erstellung, seine Patientenorientierung und den umfassenden und interdisziplinären Ansatz. Mit ihm werden nicht nur somatische Befindlichkeitsstörungen der postoperativen Phase abgefragt, sondern darüber hinaus alle wesentlichen Aspekte der perioperativen Phase angesprochen. Weitere Evaluationen müssen zeigen, inwieweit diese Ergebnisse mit anderen wichtigen Endpunkten, z.B. der Patientenzufriedenheit, korrelieren.

Eberhart LHJ, Bothner U, Bündgen W, Celik I, Geldner G, Kranke P, Sauer D, Simon M, Werthwein K, Wulf H Kreuzvalidierung einfacher Messverfahren zur Ermittlung der Patientenzufriedenheit mit der anästhesiologischen Versorgung. AINS 2004; 39: 1-6

 

Zusammenfassung:

Fragestellung: Die Selbstbeurteilung der Patientenzufriedenheit stellt einen integralen Bestandteil des modernen Qualitätsmanagements in der Medizin dar. Häufig werden dabei sowohl im Routinebetrieb als auch in entsprechenden Publikationen Einzelfragen verwendet. Ziel dieser Untersuchung war es, diese Fragetechniken zu validieren und miteinander zu vergleichen.

Methodik: 200 Patienten, die sich einem elektiven operativen Eingriff unterziehen mussten, wurden am ersten postoperativen Tag in randomisierter Reihenfolge mit fünf verschiedenen einfachen Fragetechniken interviewt. Parallel dazu erfolgte die Befragung mit einem validierten Fragebogen für die Qualität der postoperativen Erholung (QoR-9). Alle Auswertungen erfolgten rein deskriptiv.

Ergebnisse: Die Fragen wurden durchweg ohne externe Hilfestellung in einem hohen Prozentsatz (95%-100%) von den Patienten vollständig beantwortet. Ein einfacher Fragebogen zur Ergebnisqualität (QoR-9) wurde mit vergleichbarer Patientenakzeptanz (89,5%) fehlerfrei bearbeitet. Simple Fragen nach Zufriedenheit, die lediglich in Form einer einzigen Frage formuliert waren, erwiesen sich aber als untauglich, „zufriedene“ Patienten von tendenziell „unzufriedenen“ zu diskriminieren. Mit dem „Schulnotensystem“ sowie einer visuellen Analogskala (100 mm) vergaben 10% bzw. 11% der befragten Patienten Bewertungen unterhalb der Bestnote, wobei der zur Verfügung stehende Antwortspielraum nach unten nie ausgeschöpft wurde. Der validierte postoperative QoR-Fragebogen korrelierte nur mäßig mit der so ermittelten Patientenzufriedenheit.

Schlussfolgerung: Es gelang in der vorliegenden Untersuchung nicht, die Patientenzufriedenheit realistisch abzubilden, da die untersuchten Befragungsinstrumente dazu nicht ausreichend fein auflösen können.

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Stand: 01. April 2005.